Mi
05
Aug
2009
Noulangerie war unser nächstes Tagesziel:
Wir besichtigten den Anbangband (unterer Teil des Berges) Rock Shelter. Mit seinen immensen Felsbrocken schafft er Kühle, Schatten und Lebensraum für Tier und Mensch. Bei einem Ranger Talk erfuhren wir viel über das Leben der Aborigines und was es mit den Malereien der bedeutendsten Anbangbang-Galerie auf sich hat.
Den Aborigines geht es generell mehr um die Aktivität des Malens selbst anstatt irgendwelche großen Kunstwerke zu malen. Daher übermalen sie schichtweise (Layers) alte Bilder, sodass man heute nur noch die neusten Kunstwerke aus den letzten 1000 Jahren sehen kann.
Dabei ändern sich die Art und Weise von simplen Strichmännchen über dynamische Jäger hin zu detaillierten Fisch- und Pflanzenarten. Dies steht im Einklang mit der Veränderungen der Erde über die letzten 20.000 Jahre. Vor allem als das Schmelzen der Eiskappen begann stieg das Wasser und somit nahm das Angebot an Nahrung drastisch zu. Auch entwickelten sich Werkzeuge der Ureinwohner und verbesserten sich mit jeder Generation.
Die Farbe (Ochre) wurde aus verschiedenen Mineralien gewonnen, die in Steinlöchern zu Staub vermahlen wurde und dann mit Wasser und Pflanzenölen eine gewisse Substanz ergab, hergestellt.
Die Aborigines leben und lieben ihre Vorstellung von Naturgeistern, die die Welt erschaffen und böse Traumzeitwesen, die Katastrophen schicken können.
Alles in allem hatten wir viel gelernt und ein bisschen Kultur zu erleben, in einem Land in dem man sich als Gast aufhält gehört sogar als Jugendlicher dazu ;-)
© Kati