"Heute kann die Welt nicht mehr untergehen, denn in Australien ist es schon morgen...!"

Do

13

Aug

2009

Uluru-Climb

Ob wir den „Climb“ machen sollten  oder nicht waren wir uns von Anfang an unentschlossen.

 

Morgens beim Eintritt in den Park wurde uns dann eigentlich die Entscheidung aufgrund starken Windes abgenommen: der Weg war geschlossen. Als wir dann später jedoch vor dem Aufstieg standen, vor dem ein paar andere gestandene Männer anfingen wie wild zu fluchen – hatten uns doch irgendwie unser sportlicher Ehrgeiz gepackt. Selten hatten wir in der Vergangenheit Zeit uns sportlich zu betätigen.

 

Nun war der Climb geöffnet und wir waren wie hin und weggerissen und dachten kaum noch an die Bitten der Einheimischen, ihren spirituellen Weg nicht zu folgen.

Später jedoch plagten mich um ehrlich zu sein einige Gewissensbisse, ob es die richtige Entscheidung gewesen war. Aus sportlicher Sicht war es eine Herausforderung. So ein unheimlich steiler Gipfel, den es zu bezwingen galt.

 

35 Menschen waren bisher bei diesem gestorben (die meisten waren sehr alte Leute, die sich überschätzt hatten und einen Herzinfarkt bekommen hatten). Das letzte Mal, dass dies geschehen war, war vor 7 Jahren als ein Japaner abrutschte und 150m hinunter fiel. Seitdem sind die Sicherheitsmaßnahmen jedoch sehr viel strenger und es ist nichts mehr passiert. Was jedoch beängstigend ist, dass immer nur noch eine einzige niedrige Stahlkette den Aufstieg erleichtern soll.

Der Aufstieg war schwerer als erwartet und uns sind schier die Augen aus dem Kopf gefallen, als lässig ein 70jähriger Mann vorbei kam und meinte, dass wir doch so jung seien und er selbst keine Pause bis jetzt gebraucht hatte. Ein anderer meinte zu uns, dass das Geheimnis darin liege, immerzu nur kleine Schritte zu machen. So locker, leicht und laid-back sind sie halt – die Aussies. Und erstaunlicherweise auch noch im hohen Alter sehr fit wie man sieht! Auch bei den olympischen Spiele in den vergangenen Jahren haben die jüngeren Athleten immer sehr gut abgeschnitten. Mit ihrem Rekord von unglaublichen 7,88 Goldmedaillen pro eine Millionen Einwohner (ok – Australien ist auch sehr dünn besiedelt mit gerade mal 6 Einwohnern pro Quadratkilometern im Durchschnitt!) stehen sie da nur knapp hinter Deutschland an dritter Stelle.

 

 

 

 

Zurück zum Gipfel! Oben musste man dann noch knapp eine halbe Stunde über kleinere und größere Erhebungen wandern, um dann endlich auf den höchsten Punkt zu gelangen. Holla – und da hatte man eine Aussicht!

 

Unten der kleine Parkplatz und Menschen so groß wie Ameisen. Dazu ein Blick weit über die Landschaft bis zum Horizont! Einfach unglaublich!

 

 

Den Sunset über dem Uluru ließen wir uns dann von einiger Entfernung von einem Berg nicht entgehen. Es sollte unser Abschlussabend sein und wir wollten ihn in vollen Zügen genießen! Die Farben leuchteten wieder prächtig wie man auf den tollen Bildern sehen kann!

Abschließend möchte ich auf meine eingehende Frage, ob es denn die Reise wert sei, eingehen. Die Antwort lautet: Ja! Wenn man schon so lange in Australien ist muss man ihn einfach gesehen haben. Ein simpler Stein könnte man meinen. Aber er hat so viele verschiedene Gesichter von Weitem und von Nahem sieht er ganz anders aus. Mal eher wellenförmig gebogen, mal wie ein Plateau, mal gelöchert und von den Gezeiten geformt. Man könnte wohl mehr als drei Tage hier verbringen! Der Nationalpark bietet viel Raum zum Entdecken und um den Ayers Rock oder die Olgas kann man auch wunderbar wandern! Wir sagen: "Daumen hoch! Cheers!"

 

© Kati

 

...weitere Bilder unter: Pics -> Galerie -> Ayers Rock / Uluru

 

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