Sa
05
Dez
2009
Hier also meine TOP-3-Schreckmomentenliste auf Fraser:
3. Lighthouse Track: Da im Norden keine Mietfahrzeuge fahren dürfen, dachten wir uns nutzen wir das aus und fahren hoch! Dumm nur dass auf diesen extrem trockenen, tiefen Sandstraßen fast keine Sau fährt!
Vor uns gings den Berg hoch und da saßen zwei Australier fest. Wir mussten bremsen und waren auch sofort gefangen. Aber er buddelte uns dann hinter den Reifen je den Sand weg, wir fuhren ein bisschen zurück, Schneckengang und zweiten Gang reingelegt, und „the pedal to the floor“ – und der Ritt über den Sand bergauf ging los!
Später noch weiter nördlich drohte unser Auto fast zu kippen – unser Schwerpunkt ist dank Dach ja sehr hoch – bremsen durften wir nicht, da wir sonst stecken geblieben wären! Ich hab Kai nur aufschreien hören als wir für einen kurzen Moment sehr schräg bergauf in der Bahn waren. Puhh…
2. Die Wasserteiche: Auf dem Übergang von Inland zu Strand gab es einige Wasserteiche, die Kai gleich testen wollte.
Nummer eins – eiii Luft anhalten und durch! Puhh.. kein Problem.. Nummer zwei.. auch kein Ding! Also Kai fröhlich drauf los in Nummer drei! Und plötzlich: F*ck – ich glaub ich seh nicht recht – Wasser auf der Motorhaube!!!
Das war wohl etwas tief.. wer sich unser Auto mal genauer anschaut wenn ich danebenstehe, sieht, dass das locker meine Hüfthöhe war !!
Was für ein Schreck… Kai nahms mit nem Grinsen! Keine Wasserlöcher mehr, mein Lieber !!
1. Number one: der letzte Tag! Die Autos haben hier zwei Hauptprobleme: wenn sie hoch sind mit Roofrag ist der Schwerpunkt des Autos oben, die anderen haben nicht genug Platz unter dem Autoboden und drohen aufzusetzen.
Wir hatten ersteres Problem, nahmen daher Kurven mit Schlaglöcher immer sehr weit draußen. Und das war eben einmal zu weit draußen!
Wir hingen mit dem rechten Vorderreifen in der Wand, links Megaschlagloch und hinten waren wir im Sand festgefahren. Wie waren wir in die dumme Situation gekommen? So klar konnte ich gar nicht denken; ich dachte: „Verdammt, gleich fliegt das Auto auf der Seite wo ich sitze! Wir kippen!!“
Gefolgt von wildem Fluchen. Mein Herz war echt einen Momentan still... als wir dann da hingen und uns langsam klarer wurde, wussten wir erst nicht, was wir machen sollten. Ich bin dann schnell rausgesprungen.
Von außen sah es erst gar nicht so wild aus, dann nahm ich aber meine Hand und ahmte die Senkrechte nach und dachte: wooow… ok ruhig bleiben!
Hinter uns kam dann ein kleines Auto mit zwei jungen Leuten. Schaufel raus, Sand weg, ich vorsichtig rein als Fahrer, Kai und die zwei schoben von vorne, ich Rückwärtsgang rein, dann der Schneckengang im Zweiten mit Vollgas… und wir waren wieder draußen! Was für ein Erlebnis!!
Zum Glück wussten wir aufgrund der gestrigen Vorfälle damit umzugehen.. puhh.. aber holla die Waldfee! Der Angstschweiß stand uns ins Gesicht!
Das hatte gereicht! Vier Tage Fraser sollten erstmal genug Abenteuer sein (auch für unser tolles Auto, das es super gemeistert hat!)
Dafür gabs nach der Fährenüberfahrt auch eine Luxusautodusche, die auch wirklich dringend von Nöten war! Dann strahlte unser Auto wieder in neuem Glanz und wir waren glücklich, noch zu leben ;-)
© Kati